Liebe Seniorinnen und Senioren,

tagtäglich müssen wir aus den Nachrichten erfahren, wie sich die Zahlen der mit dem Covid-Virus angesteckten Menschen erhöht. Auch wenn es in unserem Seniorenzentrum St. Elisabeth noch keinen positiven Fall gibt, macht diese Tatsache mir und sicher auch Ihnen allen Angst. Wir stehen unter Fremdbestimmung, die Besuche und das öffentliche Leben werden wieder eingeschränkt und Unbehagen macht sich breit.

Wie können wir diese unangenehme Situation annehmen und aushalten?

Ich habe in meinem Leben so oft erlebt, dass alles, was ich als Gottes Weg angenommen habe, sich auch unter schwierigsten Bedingungen, in Wohlgefallen aufgelöst hat. Wohlgefallen nicht in dem Sinn, dass dieser Virus plötzlich verschwindet, sondern dass wir das HEUTE annehmen können ohne Bitterkeit.

Liebe Seniorinnen und Senioren. Bringen Sie Ihre Angst und Ihre Sehnsucht nach Nähe vor Gott im Gebet. Ja, werfen Sie sich Jesus buchstäblich in die Arme und sagen Sie jeden Tag: „Jesus, ich vertraue auf Dich!“ Schon dieses kleine Gebet kann helfen, dass unser Herz ruhig wird, tiefer Frieden sich breit macht und wir uns nicht mehr so in die Enge getrieben fühlen.

Suchen Sie sich jeden Tag Momente oder Situationen, für die Sie Gott dankbar sein können. Das kann ein gut gemeintes Lächeln sein, ein nettes Gespräch oder auch die Natur im Garten, die sich jetzt ja in wunderbaren Herbstfarben zeigt. Freuen Sie sich, wenn die Sonne scheint oder über ein bezauberndes Abendrot. Das sind kleine Aufmunterungen die, wenn wir dafür danken, zu friedlichen Momenten in unserem Herzen werden können. Nutzen Sie Telefongespräche, um mit Ihren Lieben in Verbindung zu treten und helfen Sie sich gegenseitig – so gut es geht.

Ich glaube ganz fest, dass wir als dankbare Menschen mit dieser besonderen Situation besser klar kommen. Gott ist immer auf unserer Seite, er nimmt uns unsere Zweifel und unsere Verzweiflung ab und will, dass wir jeden Tag die wunderbaren Geschenke seiner Liebe wahrnehmen in den kleinsten Dingen und dass unser Leben so schön wie möglich wird.

Das Pflegepersonal und die Heimleitung tun ihr Möglichstes, damit Ihr Tag so schön wie möglich wird. Bitte halten Sie alle zusammen und helfen Sie sich gegenseitig. Ich bitte um Ihr Verständnis, dass viele Termine, die Abwechslung in Ihren Tag gebracht haben, ausfallen müssen. Diese freie Zeit können Sie sinnvoll nutzen und vielleicht mal wieder ein Buch lesen oder sich dem so dringenden Rosenkranzgebet für die Heilung der Welt widmen.

Sie dürfen sicher sein, dass ich jeden Tag mit Ihnen allen bete und Sie in jede Heilige Messe mit hineinnehme.

Machen wir alle das Beste aus dieser Situation!

Lassen Sie uns trotzdem oder gerade deswegen dankbare Menschen sein!

Gott lässt uns NIE allein!

Ich grüße und segne Sie alle aus dem Pfarrhaus.

Ihr Stadtpfarrer

Waldemar Obrebski

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